Nur 17 % der Beschäftigten im digitalen Bereich sind Frauen. Zeit, das System zu hacken!

Die europäische Bevölkerung besteht zu 52% aus Frauen, ihr Anteil im digitalen Sektor beträgt jedoch nur 17 %. Das muss nicht so sein! Die Zukunft ist digital – und von Vielfalt geprägt. Deshalb setzen wir als unterstützende Akteure auf Aktivierung, Vertretung und Inklusion.

Auf dem Weg zu einer starken und integrativen digitalen Wirtschaft!

Unsere Gesellschaft ist mehr denn je mit der digitalen Welt verwoben. Das bedeutet, dass der Arbeitsmarkt nicht zurückbleiben soll. Digitale Grundkenntnisse, fortgeschrittene Kompetenzen und Soft Skills sind wichtiger denn je. Aber die Zahlen zeigen einen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern: In der Europäischen Union sind nicht mehr als 17 % aller Arbeitsplätze im IKT-Bereich von Frauen besetzt.
Der belgische Föderalstaat, der FÖD Wirtschaft, die Privatwirtschaft und andere Instanzen haben deshalb gemeinsam einen Fünfjahresplan („Women in Digital“-Strategie) aufgestellt, um mehr Mädchen und Frauen für MINT-Fächer und digitale Berufe zu interessieren.  Die „Women in Digital“-Strategie: 
  • untersucht die Gründe und Ursachen für die digitale Kluft zwischen den Geschlechtern, 
  • sensibilisiert die Öffentlichkeit und 
  • gibt den unterstützungsbedürftigsten Gruppen Hilfsmittel an die Hand. 

Die fünf strategischen Ziele von „Women in Digital“

Gerade einmal 7 von 1000 Frauen haben 2020 ein Studium in einem MINT-Fach abgeschlossen. Die Entdeckung der digitalen Welt beginnt schon in der Kindheit. Deshalb ist es wichtig, Mädchen von Anfang an für Informatik zu begeistern. In der Grundschule werden digitale Kompetenzen erlernt, im Sekundarunterricht folgt dann der tägliche Wissensaufbau. In der letzten Stufe des Sekundarunterrichts unterstützen wir als Partnereinrichtungen die Wahl für ein Studium von IKT- und MINT-Fächern an Hochschulen und Universitäten. 

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In Belgien beträgt der Anteil der Frauen an der Bevölkerung 52 %, aber nur 17 % finden ihren Weg in den digitalen Sektor! Die Tätigkeit von Frauen im digitalen Sektor verdient ein zusätzliches Stimulans.. Das tun wir im Rahmen der Berufsberatung oder der Beratung für eine Neuausrichtung der beruflichen Laufbahn. Außerdem werben wir für Unternehmertum von Frauen in der digitalen Wirtschaft oder in Sektoren, die digitales Knowhow erfordern.

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Besonders wenige Frauen entscheiden sich für die IKT-Sektoren. Zudem ist festzustellen, dass mehr Frauen als Männer den Sektor wieder verlassen. Durch den Abbau von Hindernissen und die Schaffung eines inklusiven Arbeitsumfelds fördern wir ihren Verbleib an diesen Arbeitsplätzen, an denen „lebenslangem Lernen“ die Norm ist! Dies unterstützen wir, indem wir das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben fördern und die Gender-Pay-Gap von 19 % abbauen. Nicht zuletzt sorgen wir dafür, dass sich Frauen gegenseitig mit ihrem Erfolg inspirieren, indem wir eine starke Vernetzung der Frauen aufbauen.

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Den Bereichen Informatik und IKT haftet ein männliches Image an. In Schulbüchern und in den Medien repräsentieren Männer allzu oft noch die Welt der Wissenschaft. Dieses Projekt will deshalb auf die Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder setzen. Das tun wir, indem wir die Präsenz von Frauen im digitalen Bereich auf und vor dem Schirm verstärkt sichtbar machen. Wir organisieren außerdem besondere Events und Kommunikationskampagnen, um eine weitere Sensibilisierung zu erreichen. Für eine besonders große Wirkung regt der FÖD Wirtschaft die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor an.

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Mit inklusiv meinen wir wirklich „inklusiv“! Das bedeutet, dass Frauen aus unterstützungsbedürftigen Gruppen ebenfalls zum Zug kommen und echte Chancen erhalten. So wirbt dieser Plan für kulturelle Vielfalt im digitalen Sektor und machen wir diesen Sektor für Frauen mit ausländischer Herkunft interessant. Angesichts der ständigen Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen Kompetenzen bieten wir außerdem Unternehmerinnen und Managerinnen Reskilling– und Upskilling-Möglichkeiten, damit sie relevante Akteurinnen auf ihrem Fachgebiet bleiben.

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Die Zahlen sprechen für sich

Im IT-Bereich arbeiten fast viermal so viele Männer wie Frauen.

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Frauen
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Quelle : European Commission – Digital Scoreboard

Zwischen 2015 und 2020 steigt die Anzahl Frauen im IT-Bereich allmählich.

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Quelle : Eurostat, European Union Labour Force Survey

Es gibt immer noch viel mehr Männer mit einem Studienabschluss in MINT-Fächern als Frauen.

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Quelle : European Commission – Digital Scoreboard
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"Frauen sorgen für eine andere Sicht auf technische Entwicklung. Deshalb ist Vielfalt so wichtig."

Marie ist Programmiererin bei KIKK in Namur und verbeißt sich in digitale Entwicklungen. Auch wenn die Branche einen „männlichen" Ruf hat, hat sie IKT studiert und entdeckt, dass sich Frauen in der digitalen Welt ebenso sinnvoll einbringen können. Sie geht von ihrer eigenen Kreativität und Neugierde aus, um auf diese Weise die Möglichkeiten der Technologie weiter zu entdecken.

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